Morbus Meniere

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Um von Morbus Meniere sprechen zu können, bedarf es im Normalfall der Kombination aus den drei Symptomen DrehschwindelTinnitus und akuter HörminderungVerantwortlich dafür ist vermutlich ein Anstieg der Menge an Endolymphe im Innenohr, was zu einer Druckerhöhung mit konsekutiven Einrissen in den feinen Membranen des Innenohrs führt. Die hierauf folgende Vermischung von Peri- und Endolymphe vermittelt durch Ladungsveränderungen falsche Signale an das Gehirn und führt zu stärkstem, anfallsartigem Drehschwindel. Die Patienten sind in der Mehrzahl weiblich und meist zwischen 45 und 60 Jahren alt. 

Ursache

  • vermutlich Anstieg des Innenohrdruckes infolge von verhindertem Abfluss der Endolymphe
  • Einrisse der feinen Membranen im Innenohr infolge des erhöhten Drucks
  • Vermischung von Endo- und Perilymphe und hieraus resultierende Landungsverschiebungen mit fehlerhaften Signalen an das Gehirn

Symptome

  • lagerungsunabhängiger Drehschwindel
  • Tinnitus
  • verminderte Hörfähigkeit auf dem betroffenen Ohr
  • Übelkeit
  • horizontaler Nystagmus beim Auge der betroffenen Seite

Therapie

  • Auswahl einer geeigneten Zielklinik mit HNO-Abteilung
  • bei bestehender akuter Übelkeit, kann diese medikamentös behandelt werden

MEDIKAMENTE GEGEN ÜBELKEIT

siehe DBRD-Algorithmus: Übelkeit & Erbrechen

Differentialdiagnostik

  • Vestibulopathie
  • Migräne
  • Intoxikation
  • Hypotonie

Achtung! Diese Differentialdiagnosen würden in den meisten Fällen nicht die klassischen Trias von Morbus Meniere erfüllen und könnten höchstens den Drehschwindel als Symptom erklären.


Quelle

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