Asthma bronchiale

Print Friendly, PDF & Email

DBRD-Algorithmus: Bronchoobstruktion Erwachsene & Asthma beim Kind
NUN-Algorithmus: Obstruktive Atemnot

Bei Asthma bronchiale handelt es sich um eine chronisch entzündliche Atemwegserkrankung. Hierbei verengen sich die kleinsten Atemwege, es bildet sich zäher Schleim und es kommt zur Störung der mukoziliären Reinigungsfunktion. Klassische Symptome sind Luftnot, ein verlängertes Exspirium und ein exspiratorisches Giemen.

Ursache

Abb. 1: Vergleich eines normalen Atemweges und eines asthmatischen Atemweges

Asthma bronchiale wird in eine allergische (extrinsische) und eine nicht-allergische (intrinsische) Form unterteilt, die unterschiedliche Auslöser besitzt:

  • allergisches Asthma (extrinsisch): Tierhaare, Hausstaubmilben, Blütenpollen, Schimmelpilze, etc.
  • nicht-allergisches Asthma (intrinsisch): Virusinfekt, körperliche Anstrengung, Stress, etc.

Die Asthma-Trias (Bronchospasmus, Ödem/Schwellung der Schleimhaut, Hypersekretion) beschreiben die Auswirkungen eines Asthmaanfalls auf die Atemwege.

Anders als bei der COPD sind die Symptome beim Asthma bronchiale vollständig reversibel. Erkrankte haben in der Regel keine oder nur minimale Einschränkungen in ihrem Alltag.

Abb. 2: zäher Schleim und Störung der mukoziliären Reinigungsfunktion

Symptome

  • akut auftretende Atemnot
  • trockener Husten
  • Tachykardie
  • Hypoxie (erst bei Near Fatal Asthma)

Bei der Auskultation können ein exspiratorischer Stridor, ein trockenes Rasselgeräusch sowie je nach Schwere ein Giemen und Brummen wahrgenommen werden.

Abgrenzung zur chronic obstructive pulmonary disease (COPD):

Asthma bronchiale COPD
Alter überwiegend jung (< 50 J.) überwiegend älter (> 50 J.)
Tabakkonsum selten sehr häufig
Auswurf wenig, glasig zäh, teilweise eitrig
Allergien häufig (Trigger) selten
Infekte möglich häufig (Trigger)
Besserung der Obstruktion meist vollständig nur bedingt
Luftnot nur im Anfall mit dem Alter zunehmend
Beginn der Luftnot Minuten bis Stunden Stunden bis Tage

Therapie

Als grundsätzliche Therapie wird der Oberkörper hochgelagert und mittels Kutschersitz und Lippenbremse die Atmung unterstützt. Es erfolgt eine High-Flow Sauerstoffgabe. Bei extrinsischem Asthma muss der Auslöser entfernt werden (z.B. Insektenstachel, Hausstaub, Tierhaare, etc.).

Medikamente

  • Salbutamol (SABA): 2,5 mg inhalativ (ggf. Steigerung auf 5 mg)
  • Prednisolon: 50 mg i.v. (ggf. Steigerung auf 100 mg)
  • Ipratropiumbromid0,25 mg inhalativ (ggf. Steigerung auf 0,5 mg)
  • bei Near Fatal Asthma: erwägen von Magnesium i.v und/oder Theophyllin i.v.

Differentialdiagnostik


Quelle

Zuletzt aktualisiert am 21. Juni 2021 von Luca H.

Ähnliche Einträge