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title: Fenoterol
description: "Fenoterol ist ein β2-Sympathomimetikum welches als Dosieraerosol bei der obstruktiven Atemnot (COPD & Asthma) eingesetzt wird. Es sorgt für Bronchospasmolyse, Bronchodilatation und eine Erleichterung des Schleimabtransports. Ein weiterer Einsatz ist die Notfalltokolyse in Form der i.v.-Gabe (Partusisten®)."
url: "https://rd-factsheets.de/fs/fenoterol/"
updated: "2026-09-16"
category: Bronchotherapeutika
tags:
  - Anaphylaxie
  - Atemnot
  - Atmung
  - COPD
  - Medikamente
  - Obstruktion
  - Partusisten
  - SABA
  - Tokolyse
  - Wehenhemmung
  - "β2-Sympathomimetikum"
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# Fenoterol

![](https://rd-factsheets.de/wp-content/uploads/2021/03/fenoterol.png)

**Wirkstoff:** Fenoterol
**Substanzklasse:** β2-Sympathomimetikum

**Handelsname:** *Berotec® | Partusisten®*→ Dosieraerosol á 0,1 mg / Sprühstoß

## Übersichtstabelle

| **INDIKATION** | **Asthma bronchiale / COPD** |
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| **KONTRAINDIKATION** | - ausgeprägte Tachykardie - anstehende Geburt - Überempfindlichkeit |
| **DOSIERUNG ERWACHSENE** | **1 Sprühstoß (á 0,1 mg) inhalativ** (max. 1x wiederholen nach 5 min) |
| **CAVE** | Tachykardie als relative Kontraindikation, Abschätzung ob diese nur Symptom der Atemnot ist |
| **SCHWANGERSCHAFT / STILLZEIT** | - bei Notfallindikation keine Besonderheiten; - **außer strenge Indikationsstellung vor der Geburt** |

## Wirkung

Fenoterol wirkt vorwiegend an den **β2-Rezeptoren der Lunge** und führt dort zu einer Erschlaffung der glatten Muskulatur der Bronchien / Bronchiolen und somit zur **Bronchodilatation und Bronchospasmolyse**. Durch die Förderung der Flimmerbewegung des Flimmerepithels sorgt es zusätzlich für einen **leichteren Schleimauswurf**.

Bei hoher Dosierung kommt es zur Anregung der β2-Rezeptoren in der Gebärmutter, die dortige Muskulatur erschlafft und es kommt zur Wehenhemmung (Tokolyse). Bei den oben genannten Indikationen ist dies als unerwünschte Nebenwirkung anzusehen. Neben der Wirkung an den β2-Rezeptoren werden auch β1-Rezeptoren am Herzen stimuliert, weshalb es zur Steigerung der Herzfrequenz kommt.

### Besonderheiten

Fenoterol wird häufig von Hausärzten verschrieben und bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes von den Patienten selbst eingenommen. Sollte es bereits eingenommen worden sein, sollte der Rettungsdienst eine Therapie mit anderen Beta-2-Sympathomimetika vorziehen. Salbutamol hat eine 13-mal höhere Affinität zu den ß2-Rezeptoren und hat eine geringere Affinität zu den ß1-Rezeptoren des Herzens.

Fenoterol wird auch als **Partusisten® zur Notfalltykolyse** eingesetzt. Diese Indikation ist jedoch klinisch als auch präklinisch umstritten und wird in aktuellen Leitlinien kritisch hinterfragt. Der Einsatz von Partusisten® ist für Notfallsanitäter nicht freigegeben.

## Nebenwirkungen

- Unruhe & Zittern
- Schwindel & Kopfschmerzen
- Übelkeit & Erbrechen
- Hypo- / Hypertonie
- Arrhythmien, AP-Beschwerden
- Hypokaliämie
- paradoxe Bronchospasmen
- Wehenhemmung (Tokolyse)

## Pharmakokinetik

**Wirkeintritt:** ~ 30 Sekunden
**Wirkdauer: **bis zu 4 Stunden
**Halbwertszeit: **2 Stunden

**Applikationsweg:** inhalativ
**Applikationsgeschwindigkeit:** -

## Wechselwirkung

**Wirkungsverstärkung** durch:
→ andere Sympathomimetika (**CAVE: **bereits eingenommene Eigenmedikation)

**schwere Nebenwirkungen** durch:
→ gleichzeitige Therapie mit MAO-Hemmer / trizyklischen Antidepressiva (vermehrte kardiale Nebenwirkungen)

**Wirkungsabschwächung** durch:
→ gleichzeitige Therapie mit β-Blockern (gegenseitige Wirkungsabschwächung)

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## Quellen

- Bastigkeit, M. (2019). *Medikamente in der Notfallmedizin*. Edewecht, Deutschland: Stumpf + Kossendey.
- Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG. (2023, August). *Fachinformation:* *Berotec® N 100 µg Dosier-Aerosol*.
- Wanka, V. & Weiß, S. (2019). *Medikamente im Rettungsdienst* (2. Aufl.). Stuttgart, Deutschland: Georg Thieme.
