Neurologie

Intrakranielle Blutung (ICB)

Die Intrakranielle Blutung ist der Überbegriff für alle Blutungen, die innerhalb des Schädelknochens auftreten. Hierbei unterscheidet man noch in intrazerebrale (im Hirngewebe) und extrazerebrale (z.B. zwischen den Meningen) Blutungen.

Krampfanfall / epileptischer Anfall

Unter einem epileptischen Anfall versteht man einen Krampfanfall, welcher durch eine überschießende Entladung der Neuronen im Gehirn entsteht. Epileptische Anfälle müssen von Gelegenheitskrämpfen abgegrenzt werden (z.B. Fieberkrämpfe bei Kindern oder Krämpfe bedingt durch Alkohol- oder Drogenabusus bei Erwachsenen).

Meningitis

Die Meningitis (Hirnhautentzündung) ist eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute. Neben einer reinen Meningitis (Entzündung der Hirnhäute) kann es auch zu kombinierten Formen kommen. In Betracht kommen eine Enzephalitis (Entzündung des Gehirns) oder einer Myelitis (Entzündung des Rückenmarks). Man spricht dann von einer Meningoenzephalitis oder einer Enzephalomyelitis.

Neurogener Schock

Bei einem neurogenen Schock handelt es sich um eine Imbalance zwischen sympathischer und parasympathischer Regulation der Herzaktion und der Gefäßmuskulatur. Der Rettungsdienst kommt mit dem neurogenen Schock häufig im Rahmen von schweren Traumata in Verbindung.
Es handelt sich um ein immer lebensbedrohliches Notfallbild, welches eine besonders fokussierte Versorgung und einen schonenden Transport benötigt.

Schädel-Hirn-Trauma (SHT)

Unter einem Schädel-Hirn-Trauma wird jegliche Verletzung des Schädels verstanden, die mit einer Schädigung des Gehirns einhergeht. Im Rettungsdienst kommt das Schädel-Hirn-Trauma immer wieder bei traumatischen Unfallmechanismen vor und stellt die behandelnden Rettungskräfte vor allem in Kombination mit anderen kritischen Blutungen vor eine Herausforderung.

Schlaganfall

Als Schlaganfall bezeichnet man gefäßbedingte Erkrankungen des Gehirns, deren gemeinsames Merkmal eine plötzlich auftretende Schädigung von Hirngewebe aufgrund eines Gefäßverschlusses oder einer Hirnblutung ist. Eine transitorisch ischämische Attacke (TIA) stellt eine umschriebene neurologische Funktionsstörung dar, die innerhalb von 24 Stunden vollständig reversibel ist.